Der WirGarten freut sich über seine neue Gemüsegärtnerin Anita Rudolph! Zusammen mit unserem Gätner Albert Holst wird sie nicht nur dafür sorgen, dass möglichst viel schmackhaftes Gemüse im WirGarten seine Wurzeln schlägt. Wurzeln schlagen wollen Anita und ihre beiden Töchter Maria und Johanna mit Kater Lukas auch in der Stadt Lüneburg und suchen dafür noch die passende Wohnung im Erdgeschoss mit Garten. Die letzten Monate hat das Quartett am Bodensee gelebt, jetzt freuen sie sich auf einen Neustart in der Hansestadt, in der Anita einst Lehramt studiert hat. Die 37-Jährige beschreibt sich selbst als lernwillig, wahrhaftig und kreativ und hat auch außerhalb der Gärtnerei viele Interessen: Sie tanzt gern, singt und musiziert, mag Theater und Akrobatik und ist besonders von Pferden und ihrer Körpersprache fasziniert. Last but not least gehört ihre Liebe der Natur – und dort werden wir sie zukünftig viel erleben. Herzlich Willkommen!

 

Anita, was ist dein Lieblingsgemüse?

Mir kommt spontan Feldsalat in den Sinn, Feldsalat mit einem Crème fraiche-Dressing –lecker!

Warum bist Du Mitglied im WirGarten?

Von der ausgeschriebenen Stelle im WirGarten habe ich mich persöhnlich sehr angesprochen gefühlt. So wurde mir klar, dass ich vom Bodensee wieder in meine Heimat nach Lüneburg zurück ziehen will. Ich wollte eigentlich nicht wieder als Gemüsegärtnerin arbeiten, weil die Bedingungen meistens so sind, dass sie nicht zu mir passen. Aber die Stelle im WirGarten passt perfekt zu mir und ich zu ihr! Ich liebe es, kreativ und vielfältig zu gärtnern, Orte zu einem Lebensraum zu verwandeln, alleine oder mit anderen zusammen zu arbeiten, Menschen anzuleiten und mit einzubinden. Ihr seht: Ich freue mich sehr darüber, im WirGarten zu sein und zu arbeiten.

 

Mit wem genießt Du deinen Ernteanteil?

Mit meinen beiden Töchtern Maria und Johanna und Gästen.

 

Dein schönstes Gartenerlebnis:

Davon gibt es einige… Heute diese Geschichte aus der Dorfgemeinschaft Tennental in Baden-Württemberg im Herbst 2007:

Eines schönen sonningen Morgens – die Luft war frisch, Tauperlen benetzten die prallen erntereifen Rotkohlköpfe – standen wir im Feld und begannen die Kohlernte. Dazu bricht man zunächst die Umblätter nach unten, so dass man ein Stück Strunk unterhalb des Kopfes sehen kann. Dort sticht man sein scharfes Messer in den Strunk und schneidet den glatten, wunderschön dunkelrot glänzenden Kohlkopf ab. Er fällt in die Hand und man legt ihn zu Boden in die Reihe. Das taten wir eine ganze Weile. Es krachte jedesmal wunderbar, wenn man die Umblätter runter knickte. Dieses Geräusch, die frische Luft und die Schönheit der Natur in der Morgenfrische, mein eingener Körper in Bewegung, wir kamen gut voran… herrlich!

Als viele Kohlköpfe die Reihen bedeckten fuhren wir mit dem Hänger ran. Einer stand auf dem Hänger und fing die Kohlköpfe, die anderen warfen von unten hoch. Das hat so einen riesen Spaß gemacht!!! Wir hatten viel zu lachen…

 

Woran können Dich andere Mitglieder erkennen, wenn Sie dich im WirGarten treffen?

Ich bin recht klein, habe lange dunkelblonde Haare und bin vermutlich auf dem Feld oder im Gewächshaus anzutreffen.

 

So siehst Du den WirGarten in zehn Jahren:

Ein Lebensraum, wo man sich gerne trifft zum Mitarbeiten und -gestalten, zum Sein, zum Freude haben, wo man hingeht, um mit den Kindern zu ernten, mitzuhelfen oder zu spielen, ein Raum von Vertrauen, Kommunikation, Wachstum, Wahrhaftigkeit, und vielem mehr…

 

Welches Rezept empfiehlst Du anderen Mitgliedern für ihr WirGarten-Gemüse?

Mangold in einer leichten Sahnesoße mit Feta an Pasta:

1 Zwiebel in kleine Würfel zerschneiden

Mangold gut waschen und in kleine Streifen schneiden

In einer Pfanne Öl erhitzen, Zwiebeln andünsten, die Stiele des Mangolds hinzufügen.

1 kleine Knoblauchzehe schälen

Den Rest Mangold in die Pfanne geben. Den Knoblauch mit Hilfe von Presse oder Reibe zerkleinern und in die Pfanne geben, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Die Stiele sollten durchgekocht sein. Am Ende tut man ein Schuß Sahne dazu und  schmeckt nochmals ab. Serviert wird der Mangold auf Pasta mit Feta der in Streifen geschnitten mit serviert wird, und den man auf seinem Teller darüber bröseln kann.

Die Viel-Soßen-Variante: Man kann, wenn man gerne viel Soße hat, auch mehr Sahne oder Milch zum Mangold geben. Dann dickt man die Soße am besten noch ein bißchen mit einem Mehlwassergemisch an. Dafür je nach Soßenmenge einen halben Teelöffel Weißmehl in ein halbes Glas Wasser mit Schraubverschluß geben, gut schütteln, so dass es keine Klumpen gibt. Dann in die Mangoldpfanne geben und während des Köchelns umrühren, mit Milch oder Sahne verdünnen, wenn es zu fest geworden ist, und nachwürzen.

 

Ich koche nach Gefühl und es wird fast immer lecker und jedes mal ein bißchen anders. 🙂

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